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Sachsenhagen

Die kleine Stadt grenzt im Süden an den Mittellandkanal und liegt nur sechs Kilometer südlich des Steinhuder Meeres. Die Sachsenhäger Aue und der Ziegenbach durchfließen das Stadtgebiet. Der Ort ist gemessen sowohl an der Einwohnerzahl (1951) als auch an der Fläche (15,53 km²) die viertkleinste Stadt in Niedersachsen. Nachbarstädte sind Rehburg-Loccum, Wunstorf, Bad Nenndorf und Stadthagen.

Zur Stadt Sachsenhagen gehören die Ortsteile Sachsenhagen und Nienbrügge.

Geschichte

Sachsenhagen geht auf die Wasserburg Sachsenhagen im Dülwald zurück, die zwischen 1248 und 1253 von Herzog Albrecht I. von Sachsen (1175–1260, aus dem Geschlecht der Askanier und Enkel von „Albrecht der Bär“), südlich an der Sachsenhagener Aue erbaut wurde, um das Gebiet im Besitz zu nehmen. Da das Bistum Minden zum Sachsenhäger Gebiet Hoheitsrechte anmeldete, musste Herzog Albrecht I. von Sachsen die von ihm erbaute Burg 1253 teilweise an den Bischof von Minden abgeben. Eine Urkunde aus dem Jahr 1253 berichtet vom Castro Sassenhagen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Ev.-luth. Elisabethkirche

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Der gotisierende Bau mit fünfseitigem Chor liegt außerhalb des eigentlichen Ortskernes. Er wurde 1663–1676 als Nachfolgebau der Stadtkirche in Bückeburg errichtet. Den Glockenturm in historisierenden Formen fügte man erst 1976 hinzu. In den Jahren 1962 und 1996/97 wurde die Kirche umfassend renoviert. Im Inneren wird die Dreischiffigkeit durch schlanke Holzsäulen angedeutet, die die Holzdecke tragen. Die Ausstattung stammt noch größtenteils aus der Erbauungszeit, darunter der Altar von 1679 mit großem Tafelgemälde, der kelchförmige Taufstein und die Kanzel mit Evangelistenfiguren. Kronleuchter von 1730. Der Orgelprospekt in neobarocken Formen stammt von 1878. Seit dem 29. August 2004 trägt sie den Namen „Elisabethkirche“.

Schloss

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Die ehemalige Wasserburg Sachsenhagen wurde zwischen 1248 und 1253 durch Herzog Albrecht I. von Sachsen-Lauenburg errichtet und 1595–97 zur Residenz ausgebaut. Der Wohnturm stammt im Kern wohl noch aus dem 14. Jahrhundert. Er wurde ab 1565 durch Jacob Kölling erneuert und mit einem Treppenturm versehen. Das gegenüberliegende Amtshaus wurde 1595–97 in seiner jetzigen Form als Wohnhaus errichtet, enthält aber vermutlich einen älteren Kern. Es ist ein niedriger Massivbau mit Walmdach, der an der Giebelseite einen Erker aufweist. Vor dem Schloss befindet sich eine große Renaissance-Schale, die heute als Springbrunnen dient. Sie entstand gegen Endes des 16. Jahrhunderts und ist mit Roll- und Beschlagwerkdekor verziert. 1597 soll Graf Ernst den Brunnen seiner Hedwig für den Lustgarten geschenkt haben.

Rathaus

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Der zweigeschossige Bruchsteinbau ist 1607 bezeichnet. Während das Glockentürmchen mit Laterne 1712 hinzugefügt wurde, hat man den Laubengang im Erdgeschoss erst im Laufe des 20. Jahrhunderts eingebrochen.

Ratskeller

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Nach einem Brand 1847–1848 errichtet. 1987/88 als Sichtfachwerkbau erneuert, wobei die historische Substanz weitgehend vernichtet wurde.

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Im Ortskern finden sich noch mehrere Fachwerk-Dielenhäuser des 16. bis 19. Jahrhunderts. Die ältesten stehen an der Mittelstraße: Nr. 6 stammt von 1530 und ist mit einer Auslucht (Utlucht) versehen, Nr. 10 ist 1621 bezeichnet und Nr. 12, ebenfalls über eine Utlucht verfügend, ist am Tor 1622 bezeichnet. Alle drei Häuser blieben beim großen Stadtbrand von 1663, bei dem angeblich alle Bauten bis auf das Schloss und das Rathaus vernichtet wurden, verschont.

Impressionen

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Weblinks

Quelle

Die obige Beschreibung stammt aus dem Wikipedia-Artikel „Sachsenhagen“, welcher gemäß CC-BY-SA lizensiert wurde. Die vollständige Liste der Autoren ist hier zu finden. Gemeinschaftsseiten werden nicht unbedingt von den dazugehörigen Personen oder Organisationen befürwortet oder unterstützt.

Wappen Sachsenhagen

Samtgemeinde Sachsenhagen

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