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Loccum

Loccum ist seit 1974 ein Stadtteil von Rehburg-Loccum mit 2973 Einwohnern. Es liegt etwa 50 km nordwestlich von Hannover in der Nähe des Steinhuder Meers. Es befindet sich westlich der Rehburger Berge und wird in Süd-Nord-Richtung von der Fulde (Zufluss des Steinhuder Meerbachs) durchflossen. Die Grenze zu Nordrhein-Westfalen verläuft entlang der Loccumer Gemarkung rund 3 km westlich des Ortskerns.

Namensursprung

Der Namensursprung von Loccum wird im Namen Lucca gesehen. Es gab hier ein Adelsgeschlecht derer von Lucca, Erbauer der Luccaburg. Die Namensherkunft könnte im Slawischen liegen, wo Lucca als Ausdruck für dt. 'Wiese' gedeutet werden kann. Es wird vermutet, dass sich hier im sächsischen Siedlungsraum um das 8. Jahrhundert slawischsprachige Wenden niederließen.

Geschichte

In Loccum wurden von 1581 bis 1661 etwa 33 Menschen in Hexenprozessen hingerichtet, überwiegend Frauen. Erstes Opfer der Hexenverfolgungen war 1628 Magdalene bey der Koppeln, einer der anderen Prozesse wurde gegen Gesche Köllers geführt. Die meisten Verurteilten wurden auf dem "Rosenbraken" verbrannt, einem Flurstück zwischen Klosterforst und Bundesstraße 441. In der Loccumer Überlieferung gilt der kleine Teich am Hang oberhalb von Bachteich und Fulde als sogenannter Hexenteich, an dem die Wasserproben vermeintlich stattfanden. Der Rat der Stadt Rehburg-Loccum hat am 25. September 2013 einen Beschluss zur sozialethischen Rehabilitation der Opfer der Hexenprozesse gefasst.

Loccum-Schule

Eine Schule wurde erstmals 1593 erwähnt. Das Kloster hatte diese eingerichtet und in der ehemaligen Frauenkapelle untergebracht. In diesem Gebäude wurden die Kinder bis zu einem Schulneubau 1963 unterrichtet.

Sehenswürdigkeiten

Kloster Loccum

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Das 1163 gegründete Zisterzienser-Kloster Loccum ist in seiner Schlichtheit eines der am besten erhaltenen seiner Art in Deutschland. Seit etwa 1600 besteht in den ehemaligen Klostergebäuden ein lutherischer Konvent, der auch weiterhin einen Abt wählt.

Burgstelle Luccaburg

Die vom 9. bis zum 12. Jahrhundert bestehende Luccaburg war eine kleine frühmittelalterliche Niederungsburg in der Bauweise einer Turmhügelburg. Ihre Reste finden sich 1 km südlich des Klosters Loccum, für das es namensgebend war.

Weblinks

Quelle

Die obige Beschreibung stammt aus dem Wikipedia-Artikel „Loccum“, welcher gemäß CC-BY-SA lizensiert wurde. Die vollständige Liste der Autoren ist hier zu finden. Gemeinschaftsseiten werden nicht unbedingt von den dazugehörigen Personen oder Organisationen befürwortet oder unterstützt.

Wappen Rehburg-Loccum

Rehburg Loccum

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